So lebte man früher

Drei Tage Mittelalter an der Grundschule Spechbach

In der vergangenen Woche herrschte für drei Tage mittelalterliches Treiben an der Grundschule Spechbach. Von Mittwoch bis Freitag war das Team vom Federwolf zu Gast und nahm die Kinder mit auf eine spannende Reise in die Zeit des Mittelalters. An jedem Tag konnten die Schülerinnen und Schüler drei verschiedene Stationen besuchen und dabei zahlreiche Handwerke und Lebensbereiche des Mittelalters kennenlernen. Spielerisch und mit viel Freude erfuhren sie Wissenswertes über die Waffenkunde sowie die Heraldik (Wappenkunde). Außerdem durften die Kinder selbst aktiv werden. Sie stellten eigene Seife her,  mischten eigene Kräutersalze und fertigten ihren eigenen Senf an. So wurde Geschichte mit allen Sinnen erlebbar und das Lernen zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Den krönenden Abschluss bildete am Freitag das große Mittelalter-Sommerfest. Gemeinsam mit ihren Familien konnten die Kinder auf dem Schulhof zahlreiche mittelalterliche Mitmachstationen ausprobieren. Darüber hinaus luden verschiedene Stände zum Stöbern ein und boten liebevoll gefertigte Waren passend zum Thema an. Die besondere Atmosphäre machte das Sommerfest zu einem gelungenen Abschluss der erlebnisreichen Projekttage.

Die drei Tage waren für alle Beteiligten ein voller Erfolg und werden den Kindern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein ganz besonderer Dank gilt unserem Förderverein, der dieses Projekt finanziert und damit ermöglicht hat.
Herzlichen Dank!

Das hässliche Entlein

Besuch der Schlossfestspiele Heidelberg

In der vergangenen Woche machten sich alle Klassen der Grundschule Spechbach auf den Weg zu den Schlossfestspielen nach Heidelberg. Im stimmungsvollen Englischen Bau des Heidelberger Schlosses besuchten die Schülerinnen und Schüler das Theaterstück „Das hässliche Entlein“.

Die Klassen 1 und 2 erlebten die Vorstellung gemeinsam an einem Tag, während die Klassen 3 und 4 das Stück an einem anderen Tag besuchten.

Schon als das hässliche Entlein aus dem Ei schlüpft, wird deutlich: Diese kleine Ente ist anders. Auf dem Entenhof wird sie ausgelacht und ausgegrenzt, weil sie nicht so aussieht wie die anderen. Traurig verlässt das Entlein schließlich seine Heimat und begibt sich auf eine Reise, auf der es seinen eigenen Platz in der Welt sucht.

Mit viel Witz, Charme und großartigen schauspielerischen Leistungen gelang es den Darstellerinnen und Darstellern, die tiefsinnige Geschichte über Ausgrenzung, Anderssein und Selbstfindung lebendig auf die Bühne zu bringen. Trotz des ernsten Themas sorgten viele humorvolle Szenen dafür, dass die Kinder immer wieder herzlich lachen mussten.

Für alle Schülerinnen und Schüler war der Theaterbesuch ein besonderes Erlebnis. Die gelungene Aufführung, die beeindruckende Kulisse des Heidelberger Schlosses und die gemeinsame Zeit machten den Ausflug zu einem rundum gelungenen Tag, der allen noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.

Zelten, Baden und jede Menge Spaß

Der perfekte Abschluss einer tollen Grundschulzeit

Zum Abschluss ihrer Grundschulzeit erlebte die Klasse 4 ein ganz besonderes Abenteuer: Gemeinsam wurde auf einem Spechbacher Feld gezeltet. Viele bunte Zelte wurden aufgebaut und verwandelten den Platz in ein kleines Zeltlager. Es wurde ausgelassen gespielt, gelacht und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genossen. Für viele Kinder war es ein besonderes Erlebnis, die Nacht gemeinsam mit ihren Mitschülern unter freiem Himmel zu verbringen.

Ein Ausflug zum Lobbach sorgte am Donnerstag für jede Menge Spaß und Abkühlung in der Natur. Am nächsten Tag stand dann ein Besuch im Freibad Reichartshausen auf dem Programm, bei dem sich alle bei sommerlichen Temperaturen erfrischen und gemeinsam einen schönen Vormittag verbringen konnten.

Mit vielen unvergesslichen Erinnerungen verabschiedet sich die Klasse 4 nun von ihrer Grundschulzeit und blickt voller Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt.

Ein herzliches Dankeschön gilt Herrn Jungmann, der uns sein Feld zum Zelten zur Verfügung stellte, sowie dem Bauhof für die tatkräftige Unterstützung. Ohne diese Hilfe wäre dieses schöne Erlebnis nicht möglich gewesen.

Wer hilft, wenn es brennt?

Spannender Ausflug zur Freiwilligen Feuerwehr

Am Montag, den 11.05., machten die Klassen 3 und 4 einen spannenden und lehrreichen Ausflug zur Freiwilligen Feuerwehr Spechbach.

Als wir ankamen, wurden wir freundlich von Olaf Braun, Elias Rudewig und Mia Stephan begrüßt. Zuerst erklärten sie uns die wichtigsten Aufgaben der Feuerwehr. Dabei lernten wir, dass die Feuerwehr nicht nur Brände löscht, sondern auch bei Verkehrsunfällen hilft, Menschen und Tiere rettet und bei Unwettern oder Überschwemmungen im Einsatz ist. Besonders beeindruckend fanden wir, dass viele Feuerwehrleute ihre Arbeit ehrenamtlich machen und jederzeit bereit sind, anderen Menschen zu helfen.

Anschließend durften wir das Feuerwehrhaus besichtigen. Wir schauten uns die Umkleideräume und die Fahrzeughalle an. Die Feuerwehrleute erklärten uns genau, welche Geräte in den Fahrzeugen verstaut sind und wofür sie gebraucht werden. Wir sahen unter anderem Schläuche, Atemschutzgeräte, Helme, Funkgeräte und große Rettungsscheren. Einige Dinge durften wir selbst ausprobieren. Viele Schülerinnen und Schüler probierten die schwere Schutzkleidung an und merkten schnell, wie anstrengend die Arbeit der Feuerwehr sein kann. Außerdem durften wir einen Feuerwehrschlauch halten und Wasser spritzen. Das machte allen großen Spaß.

Ein besonderes Highlight waren die spannenden Versuche, die uns Herr Braun vorführte. Dabei zeigte er uns zum Beispiel, wie schnell sich Feuer ausbreiten kann. Außerdem erklärte er, warum man niemals brennendes Fett mit Wasser löschen darf. Die Experimente waren sehr interessant und halfen uns dabei, wichtige Regeln zum Brandschutz besser zu verstehen.

Zum Schluss bedanken wir uns ganz herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr für die spannende Führung. Dieser Tag wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

Weihnachtsmusical 2025

Wie verschenkt man Zeit?

„Schenk dir was:“ Weihnachtsmusical der Grundschule war auch ein bisschen Gesellschaftskritik
Von Christiane Barth (RNZ)
Spechbach. (cba) Überraschungen sind doch Mist – oder etwa doch nicht? Unter diesem augenzwinkernden Motto verwandelte sich die Turnhalle in den wohl aufregendsten Ort, an dem man sich an diesem Tag befinden konnte. So jedenfalls kündigten es die Schulkinder an. Denn im „superschicken und neuen Geschenke-Beantragungs-Center“, dem kreativen Schauplatz des diesjährigen Weihnachtsmusicals „Schenk dir was!“, herrschte ein quirliges Treiben wie am Flughafen. Wie immer wurden zwei Aufführungen geboten.
Lampenfieber, Vorfreude und weihnachtliche Kribbelstimmung: Diese vorweihnachtliche Atmosphäre war in der gut besetzten Festhalle deutlich zu spüren. Ein Musical, in dem das Bestellen, Wünschen und Schenken einmal gründlich auf den Kopf gestellt wird, wartete in der diesjährigen Auflage des Weihnachtsmusicals der Grundschule auf die Gäste.
In der rasanten und humorvollen Geschichte bestellen alle Figuren ihre Geschenke buchstäblich auf den letzten Drücker – und selbstverständlich ausschließlich für sich selbst. Sich Gedanken über Wünsche anderer zu machen, scheint für die Nutzer des Geschenke-Centers fast schon anachronistisch. Die Kinder schmettern ihre einstudierten Lieder mit sichtbarem Vergnügen.
Doch so glatt, wie es die moderne Technik verspricht, läuft es in der Glitzerwelt des automatisierten Schenkens am Ende natürlich nicht. Zwischen Bestellungen, kleinen Pannen und großen Einsichten entwickeln sich Szenen voller Humor und Gefühl, die das Publikum gleichermaßen zum Lachen und Nachdenken bringen. Denn hinter all dem bunten Trubel steckt eine zentrale Frage: Was bedeutet es heute eigentlich noch, jemandem etwas zu schenken? Und vor allem, was ist, wenn sich jemand Zeit wünscht?
Bevor der gedachte Vorhang sich hob, begrüßte Marina Beetz vom Förderverein die zahlreich erschienenen Eltern, Großeltern, Geschwister, Lehrer und neugierigen Vorschulkinder. In warmen Worten schilderte sie, mit welcher Begeisterung die Kinder in den vergangenen Wochen geprobt hatten. „Mit so viel Herzblut – und jedes Jahr staunen wir erneut über die Talente, die hier auf der Bühne stehen“, sagte sie sichtlich stolz.
Sie gewährte außerdem einen kleinen Blick hinter die Kulissen und machte deutlich, dass vieles, was an diesem Abend selbstverständlich wirkte – von liebevoll gestalteten Kostümen über aufwendige Dekorationen bis hin zur Technik – ohne die Unterstützung des Fördervereins gar nicht möglich wäre. Auch Musikinstrumente und Lizenzen vergangener Musicals wurden durch Spenden finanziert. „Wenn Ihnen die Vorstellung gefällt und Sie ein bisschen musikalischen Glitzer in den Schulalltag zukünftiger Jahrgänge bringen möchten, freuen wir uns sehr über Unterstützung“, erklärte sie und traf damit bei vielen Gästen einen offenherzigen Nerv.
Auch Schulleiter Rafael Keilhauer begrüßte die Besucher. Mit einem Schmunzeln kündigte er an: „Wir haben weder Ochs noch Esel – und trotzdem wird es weihnachtlich. Lassen Sie sich überraschen!“ Kaum waren die ersten Takte gespielt, legten die Kinder mit sichtbarer Spielfreude los. Schon das Eröffnungslied „Oh ho ho – heut werden Wünsche wahr!“ hallte kräftig durch die Halle. Die kleinen Sängerinnen und Sänger gaben alles: mal stimmgewaltig, mal zart, mal frech – und immer mit leuchtenden Augen und voller Energie.
Das Stück war gespickt mit pointierten Dialogen, witzigen Charakteren und kleinen Momenten, in denen der Alltag auf charmanter Weise gespiegelt wurde. „Ein bisschen Gesellschaftskritik ist schon dabei“, bemerkte Keilhauer. „Man kann heute fast alles bestellen und liefern lassen – aber Zeit füreinander zu schenken, das ist und bleibt das Wertvollste.“ Und genau dieses Gefühl transportierten die Kinder mit überraschend viel Ausdruck und feinem Gespür.
Foto: Die Grundschüler hatten mit viel Herzblut ein rasantes Weihnachtsmusical einstudiert, das sie mit großer Spielfreude präsentierten.
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